Bananenmehl

Was ist Bananenmehl?

Bananenmehl ist eine Alternative zu Weizenmehl. Es hat einen neutralen Geschmack der nicht an Bananen erinnert. Bananenmehl kann zum Backen von Kuchen, Keksen, Waffeln, Pancakes, Brot und Brötchen verwendet werden. Auch zum Binden von Soßen sowie zur Herstellung von Pudding eignet es sich sehr gut.

Da Bananenmehl glutenfei ist, kann es für Personen mit Zöliakie als Austauschmehl verwendet werden. Laut diversen Herstellerangaben sollen in einem „normalen“ Rezept nur 30 – 50% des Weizenmehls durch Kochbananenmehl ersetzt werden. Es gibt aber auch speziell entwickelte Rezepte, bei denen nur Kochbananenmehl zum Einsatz kommt.

Wie wird Bananenmehl hergestellt?

Bananenmehl wird aus Kochbananen hergestellt. Kochbananen sind etwas größer als normale Bananen und haben ein festeres Fruchtfleisch. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bananen ist das Fruchtfleisch der Kochbananen nicht roh genießbar – es muss gekocht, gebacken oder gegrillt werden.

Hauptanbaugebiete für Kochbananen liegen in Kamerun, Ghana, Uganda, Kolumbien, Nigeria, den Philippinen, Brasilien und Peru. In vielen dieser Länder gilt die Kochbanane als ein Grundnahrungsmittel vergleichbar mit der Kartoffel bei uns.

Bananenmehl wird aus unreifen, grünen Kochbananen hergestellt. Die Kochbananen, auch Gemüsebananen oder Mehlbananen genannt, werden geschält, klein geschnitten, getrocknet und zu Bananenmehl vermahlen. 

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Kochbanane

Bei den unreifen, grünen Kochbananen besteht fast der ganze Kohlenhydratanteil aus Stärke. Erst bei den ausgereiften Kochbananen ist die meiste Stärke in Zucker umgewandelt. Laut einer wissenschaftlichen Arbeit von MARRIOTT und LANCASTER (1983) beträgt der Stärkegehalt von grünen Kochbananen 34,3 % und der Zuckergehalt 1,1 %. Bei vollständig ausgereiften Kochbananen liegen nur mehr ein Stärkegehalt von 4 % und ein Zuckergehalt von 27,4% vor. Die resistente Stärke der unreifen Kochbananen kann von unseren Verdauungsenzymen nicht abgebaut werden. Sie zählt damit zu den Ballaststoffen und fördert daher positiv die Verdauung.

An Mineralstoffen sind vor allem Kalium, Magnesium, Phosphor, Calzium und Eisen zu erwähnen. Bei den Vitaminen ist vor allem Vitamin A hervorzuheben. Der Vitamin A Gehalt ist laut Studien in Kochbananen höher als in der normalen Banane. Und bei unreifen Kochbananen, die ja für die Herstellung von Bananenmehl verwendet werden, ist der Vitamin A Gehalt nochmals höher als in reifen Kochbananen.          Kochbananen sind außerdem auch eine gute Vitamin C Quelle und enthalten die Vitamine B1 und B2, Nikotinsäure und Folsäure.

Kochbananen haben einen geringen Proteingehalt und enthalten außerdem so gut wie kein Fett.

Biozyklisch-veganer Anbau

Vegan ist voll im Trend. Etwa 1,6 Millionen Menschen leben derzeit vegan in Deutschland, darunter viele überzeugte Bio-Konsumentinnen und -Konsumenten. Während das Angebot an Produkten, deren Inhaltsstoffe vegan sind, bereits groß ist und stetig erweitert wird, gibt es bislang wenig Lebensmitteln aus veganem Ökolandbau. Das bietet Potenzial für Öko-Betriebe. Seit November 2017 gibt es die von IFOAM akkreditierten Biozyklisch-Veganen Richtlinien, nach denen vegan arbeitende Bio-Betriebe in Deutschland zertifiziert werden können.

Unser Tipp: Veganes Gewürzset



DIE GESCHICHTE DER HANFPFLANZE


Die Hanfpflanze zählt zu einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Dabei wurde die sagenumwobene Pflanze schon vor Tausenden von Jahren als Nutz- und Heilpflanze in den unterschiedlichsten Kulturkreisen eingesetzt.
So gelten die Fasern des Hanfs als überaus robust und strapazierfähig, wodurch diese schon frühzeitig zur Herstellung von Seilen, Segeltüchern und Textilien herangezogen wurden. Zudem lassen sich auch die Samen, Blüten und Blätter der Pflanze für die Produktion von Ölen und Arzneimitteln verwenden.
Die Geschichte der heilsamen Zierpflanze hat jedoch auch Schattenseiten. Im Laufe der Zeit wurden der Anbau und die Nutzung von Hanf mehrfach verboten. Zusätzlich wurde die Verbreitung der Hanfpflanze durch die Industrialisierung stark zurückgedrängt, sodass die Pflanze erst seit Mitte der 1990er Jahre wieder ein Revival erlebt.
DIE ANFÄNGE
Die Hanfpflanze verfügt über eine mehr als 10.000 Jahre alte Geschichte. Ihre Ursprünge finden sich in Zentralasien, wobei die ersten belegbaren Aufzeichnungen über die Nutzung der Pflanze ca. 5.500 Jahre alt sind.
In historischen chinesischen Medizinbüchern finden sich hierbei Hinweise darauf, dass die Pflanze im Kampf gegen Rheuma, Malaria, Infektionen, Verbrennungen und Gicht eingesetzt wurde. Zudem wurden die Blätter des Hanfs schon frühzeitig zur Beruhigung und Schmerzlinderung verwendet. Neben medizinischen Anwendungsgebieten wurde die Nutzpflanze jedoch auch in anderen Bereichen eingesetzt.
So diente die Hanfpflanze als Rohstoff für Textilien, Papier, Netze und Seile. Über Handelsrouten gelangte die beliebte Pflanze schlussendlich über Vorderasien nach Afrika und Europa. In Europa wird die krautige Pflanze seit ungefähr 2.500 Jahren genutzt und angebaut, wobei selbst die Gutenberg-Bibel auf Hanfpapier gedruckt wurde. 
DIE INDUSTRIALISIERUNG
Bis zur Industrialisierung galt die Hanfpflanze als weltweit verbreiteter Rohstoff, der insbesondere im Bereich des Schiffbaus und in der Papier- und Textilerzeugung eingesetzt wurde.
Durch das Aufkommen der Industrialisierung verlor die Nutzpflanze jedoch zunehmend an Bedeutung. In der Textilindustrie kamen immer öfter Kunstfasern oder Baumwolle zum Einsatz und in der Papiererzeugung verdrängte Holz den ehemals beliebten Rohstoff. Die Hanfpflanze blieb jedoch bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein populäres Genussmittel, welches überwiegend zur Regeneration und zur Entspannung konsumiert wurde.
Durch unterschiedliche Kampagnen, wie beispielsweise der Anti-Cannabis-Kampagne von Harry J. Anslinger in den 1930er Jahren, kam es jedoch vermehrt zu Verboten, sodass Cannabis ab Mitte des 20. Jahrhunderts beinahe weltweit verboten war.
GEGENWART
Seit den 1990er Jahren nimmt die Kultivierung der Hanfpflanze weltweit wieder an Fahrt auf. In Europa wurde dieser Umstand besonders durch die EU-Gesetzgebung beeinflusst, die den legalen Anbau von Nutzhanf unter bestimmten Voraussetzungen wieder erlaubt.
Dank dieser Gesetzesänderung wird die Nutzpflanze heutzutage in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. So werden die Samen beispielsweise zur Ölgewinnung genutzt, wobei die Samenreste auch als Futtermittel in der Viehzucht Anwendung finden.
Hanffasern werden wegen ihrer Schädlingsresistenz und Langlebigkeit wiederum gerne als Dämmstoff in der Bauwirtschaft oder als Grundstoff für Textilien und Papiere eingesetzt. Zudem lassen sich aus den Blüten und Blättern der Pflanze wertvolle ätherische Hanföle gewinnen, die wiederum als Geruchsstoff in Waschmitteln oder als Geschmacksstoff in Lebensmitteln zur Anwendung kommen. Im Gesundheitsbereich wird Hanf besonders häufig in Tees, Salben und Ölen verwendet, wobei der Wirkstoff Cannabidiol (CBD) ganz besonders hervorsticht.
Bei Cannabidiol handelt es sich um ein psychoaktives Cannabinoid, welches eine positive Wirkung auf eine ganze Reihe von Erkrankungen hat. So ist der Wirkstoff dafür bekannt, die Herzgesundheit zu verbessern und Angstzustände sowie Depressionen zu lindern.
Zudem wirkt CBD entspannend, krampflösend, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Aufgrund seiner vielfältigen Wirkungsmechanismen wird CBD daher auch bei Hautproblemen, Übelkeit und unterschiedlichen Asthmaarten eingesetzt.
Cannabidiol hat zudem nicht nur eine positive Wirkungen auf die menschliche Gesundheit, sondern wird immer öfter auch erfolgreich als Nahrungsergänzungsmittel in der Tiermedizin angewendet.


B-Vitamine

Eine natürliche Lösung gegen Stress und Müdigkeit
Vitamin-B-Komplex

für Energiestoffwechsel, Nervensystem und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung.

Vitamin-B-Komplex ist die Sammelbezeichnung für verschiedene wasserlösliche Vitamine unterschiedlicher chemischer Zusammensetzungen. 
Neben den B-Vitaminen B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B6 (Pyridoxin) und B12 (Cobalamin) gehören auch Folsäure (auch: Folat oder Vitamin B9), Biotin (Vitamin B7), Pantothensäure (Vitamin B5) und Nicotinamid (Niacin oder Vitamin B3) dazu. An zahlreichen Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper ist die Gruppe der B-Vitamine maßgeblich beteiligt.

Beispielsweise tragen 
Biotin, Niacin, Pantothensäure, Riboflavin, Thiamin, Vitamin B6 und Vitamin B12 zu einem normalen Energiestoffwechsel bei 

Biotin, Niacin, Riboflavin, Thiamin, Vitamin B6, und Vitamin B12 zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei 

Folat, Niacin, Pantothensäure, Vitamin B6, Vitamin B12 zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei

Biotin, Folat, Thiamin, Vitamin B6, Vitamin B12 zur normalen psychischen Funktion bei 

Biotin, Niacin, Riboflavin zur Erhaltung normaler Haut und Schleimhäute bei 

Folat, Vitamin B6, Vitamin B12 zu einem normalen Immunsystem und Homocystein-Spiegel bei

Folat (Folsäure) trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei

Warum B-Komplex?
Für die optimale Wirkung der B-Vitamine ist es ratsam, einen B-Komplex zu nehmen, weil die Vitamine sich gegenseitig in ihrer Wirkung ergänzen.

Unser Produkt

Was Ginkgo Biloba wirklich kann

Spätestens seit dem zweiten Weltkrieg gilt der Ginkgo, der rund 1.000 Jahre alt werden kann, als „Wunderbaum“: Er war es, der als erste Pflanze nach den Atombombenabwürfen in Hiroshima und Nagasaki wieder wuchs. Heute wird er bevorzugt in Großstädten wie Tokio oder New York an Straßen gepflanzt, an denen eine hohe Luftverschmutzung vorherrscht. Er ist resistenter als alle anderen Bäume gegen solchen Schmutz und kann daher die Luft besser filtern.
Aber nicht nur sich selbst kann der Baum schützen. Seine Wirkstoffe helfen auch menschlichen Zellen. So wirkt Ginkgo-Extrakt direkt in den Nervenzellen. Er beeinflusst die Mitochondrien so, dass diese Höchstleistungen erbringen können. Zudem ist er in der Lage, beschädigte Zellkraftwerke zu reparieren und damit die Leistungsfähigkeit Ihrer Zellen weiter zu erhöhen. Zudem, so hat sich in Tierversuchen gezeigt, kann Ginkgo Sie auch vor freien Radikalen schützen und dadurch Ihre Zellen vor Schäden bewahren, die sogar Krebs auslösen können.

Ginkgo kann Ihre Gehirnleistung innerhalb von 2 Wochen verbessern
Ginkgo Biloba Extrakt

Wenn Sie Golf spielen, halten Sie Ihren Körper auf Trab. Keine Sportart beansprucht so viele Muskeln. Darüber hinaus wird Ihr Gehirn stark gefordert. Immerhin ist Golf eine sehr komplexe Sportart. Sie verlangt Ihnen große sensorische, aber auch motorische und kognitive Leistungsfähigkeit ab. Den Trainingseffekt können Sie aber noch steigern.
Professor Ernst Pöppel ist Deutschlands berühmtester Hirnforscher. Er hat die so genannte Golfstudie durchgeführt. Dazu untersuchte er Golfspieler zwischen 50 und 70 Jahren. Alle Teilnehmer der Studie spielten regelmäßig und waren körperlich und geistig gesund. Die Hälfte von ihnen trieb nicht nur Sport, sondern nahm darüber hinaus auch 6 Wochen lang Ginkgo zu sich. Als Pöppel die Leistung der beiden Gruppen verglich, stellte er eines fest: In der Ginkgo-Gruppe verbesserte sich die Leistung bei verschiedenen Golfschlägen deutlich – und das schon nach nur zwei Wochen Ginkgo-Einnahme.

So wirkt Ginkgo auf Ihr Gehirn

Ginkgoextrakt kann aber noch mehr. Rund ein Drittel aller Demenzerkrankungen, also krankhafter Störungen im Gehirn, sind auf Durchblutungsstörungen zurückzuführen. Bei solchen Durchblutungsstörungen kann Ginkgoextrakt helfen, da er die Fließeigenschaft des Blutes verbessert.
Ohren und Augen stellen sich besser auf Reize aus der Umwelt ein, wenn Sie Ginkgo zu sich nehmen. Sie können bekannte Gesichter um bis zu 10 % besser zuordnen, können sich an Zahlen oder Worte um bis zu 22 % besser erinnern. So ist Ginkgo ein Mittel erster Wahl, wenn es um das alltägliche Vergessen geht, Sie zum Beispiel Schwierigkeiten haben, sich an den Namen Ihres Gegenübers zu erinnern.
Ganz nebenbei verstärkt Ginkgoextrakt die Aktivität Ihres Gehirns und lässt mehr Nervenzellen am Denkprozess teilnehmen. Das bedeutet, dass Reize im Gehirn schneller weitergeleitet werden und sich Ihre Denkgeschwindigkeit erhöht.

Ginkgotee kann Allergien auslösen

Ginkgopräparate gibt es viele auf dem Markt. Wichtig ist auch die Darreichungsform. Zwar können Sie heute auch Ginkgotee kaufen, der gar nicht schlecht schmeckt. Aber besondere Vorteile auf Ihr Gedächtnis werden Sie nicht verspüren. Denn die Substanzen, die sich gesundheitlich positiv auswirken, sind nicht wasserlöslich und können über Getränke kaum aufgenommen werden. Zudem können Ginkgostoffe in den Tee gelangen, die sogar Allergien auslösen können.

Ginseng – eine mögliche Alternativen für Sie
Ginseng Kapseln

Ginseng wird ebenfalls immer als Gedächtnisstärker genannt. Aber ist es eine wirkliche Alternative?
Ginseng ist eine asiatische Wurzel. Sie ist tatsächlich in der Lage, die Konzentration zu steigern und kann Ihrem Gehirn helfen, dass es mehr Sauerstoff bekommt. Darüber hinaus empfehle ich Ginseng, wenn es bei Ihnen richtig rund geht. Er wirkt nämlich auch gegen Stress, Sie können wieder ruhig und besonnen denken. Ginseng können Sie als Pulver oder Tee anwenden. Ich rate Ihnen, ruhig abends direkt vor dem Zu-Bett-gehen eine Tasse Tee zu trinken. Das Getränk entspannt wunderbar und lässt Sie gut schlafen.



Folsäure: Mit ein bisschen Salat ist es nicht getan


Frauen, die schwanger werden wollen, sollten sich folatreich ernähren und zusätzlich ein Folsäurepräparat einnehmen. Das empfiehlt die Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme. 
Folsäure hat sich als außerordentlich wichtig für die gesunde Entwicklung von Rückenmark und Gehirn des Babys gezeigt. Mit ihrer Hilfe lässt sich das Risiko von Neuralrohrdefekten deutlich verringern. Zu diesen Fehlbildungen zählen die Meningomyelozele oder eine Spina bifida, die oft mit einem Hydrozephalus vergesellschaftet sind. Die Stiftung für Kindergesundheit empfiehlt werdenden Müttern daher, auf eine folatreiche Ernährung zu achten. Zusätzlich sollte auch ein Folsäurepräparat eingenommen werden.
„Folat spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel von Mutter und Kind“, begründet Prof. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung, die Empfehlung. „Das Vitamin ist ein wichtiger Baustein bei der Neubildung von Zellen und deshalb an vielen wesentlichen Prozessen im Körper des ungeborenen Kindes beteiligt. Deshalb ist eine zusätzliche Einnahme von Folsäure am besten schon vor der Schwangerschaft, aber auch während des Stillens in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft besonders wertvoll“.
Auch die schwangere Frau profitiert von einer Optimierung ihrer Folatversorgung, sagt Prof. Koletzko: „Das Risiko einer Blutarmut bei der Geburt wird verringert und die Gefahr einer Frühgeburt reduziert.“.
Für die Gesundheit unverzichtbar
Folsäure ist jedoch nicht gleich Folat, hebt die Stiftung Kindergesundheit hervor. Folat oder Folate sind Sammelbegriffe für eine in der Natur vorkommende Form des wasserlöslichen B-Vitamins, das für die menschliche Gesundheit unverzichtbar ist. Folsäure ist die synthetisch hergestellte Form des Vitamins B9. Sie wird in Nahrungsergänzungsmitteln und zur Anreicherung von Lebensmitteln wie Mehl, Nudeln oder Brot verwendet. Folsäure kommt in der Natur nicht vor, wird jedoch im Organismus in einen aktiven Zustand umgewandelt. Die synthetisch hergestellte Folsäure ist zu 85 Prozent vom Körper verwertbar, die Folate aus den Nahrungsmitteln zu etwa 50 Prozent. Auch die im Körper natürlich vorkommende Folatform Metafolin ist heute als Supplement verfügbar.
Früher wurde eine Folat-Aufnahme von 400 Mikrogramm pro Tag für Nicht-Schwangere empfohlen. Dieser Wert wurde 2013 auf 300 Mikrogramm verringert, weil nach neueren Studien auch schon mit dieser Menge eine gute Versorgung erreicht werden kann.
Bedarf in der Schwangerschaft deutlich erhöht
Viele junge Frauen können eine optimale Ernährung im Alltag nicht umsetzen. Einige ernähren sich mit einseitigen Diäten oder wegen einer Unverträglichkeit nicht wirklich ausgewogen. Die Folge: Sie sind oft nur unzureichend mit wichtigen Nährstoffen wie Eisen, Jod, Vitamin D oder Omega-3-Fettsäuren versorgt. Und auch mit Folsäure: Die kürzlich vorgelegte Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) ergab, dass nur etwa fünf Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter Folatwerte aufweisen, die zum Schutz eines ungeborenen Babys vor Fehlbildungen notwendig sind.
Dabei ist der Bedarf an Folsäure während einer Schwangerschaft deutlich erhöht, betont die Stiftung Kindergesundheit. Der Grund: Der Embryo, die Gebärmutter und die Plazenta wachsen, die Blutmenge nimmt zu.  
Mangelt es an Folsäure während der Frühschwangerschaft, droht auch ein erhöhtes Risiko für andere Gefahren wie zum Beispiel Herzfehler, Fehlbildungen der Harnwege oder eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (LKG, im Volksmund als „Hasenscharte“ bezeichnet). Eine Studie ergab: Die regelmäßige Einnahme von Folsäure kann die Häufigkeit von LKG um bis zu 40 Prozent verringern.
Die Pille nach der Pille
Reichlich Folat findet sich in Rohkost, Obst und Blattgemüse, Kohl, Broccoli, Feldsalat, Fenchel, Spinat, Spargel, Vollkornprodukten, Sauerkraut und Kartoffeln. Als Faustregel gilt: Alle Gemüse und Salate, von denen die Blätter der Pflanze gegessen werden, dienen der Folatversorgung. Leider kann der Körper aber nur einen Teil der darin enthaltenen Folsäure verwerten. Außerdem ist die Folsäure in Gemüse, Obst oder Getreide ausgesprochen hitze- und lichtempfindlich und geht bei langem Kochen oder Warmhalten der Lebensmittel leicht verloren.
Die Stiftung Kindergesundheit empfiehlt daher auch allen Frauen mit Kinderwunsch mindestens vier Wochen vor Beginn der Schwangerschaft mit der täglichen Einnahme von mindestens 400 Mikrogramm Folsäure in Form eines Präparats zu beginnen. Die zusätzliche Einnahme von Folsäuretabletten sollte gleich nach der Beendigung der Schwangerschaftsverhütung beginnen. Die Tablette mit Folsäure ist gewissermaßen die Pille nach der Pille. Ihre Einnahme sollte während des ersten Drittels der Schwangerschaft beibehalten werden.
Folsäure in Brot und Nudeln
In den USA werden bereits seit 1998 standardisierte Mehle, Brote, Brötchen, Frühstücksflocken, Reis- und Nudelprodukte zusätzlich mit Folsäure angereichert. Seither ist die Zahl von Neuralrohrdefekten bei Babys nach wenigen Jahren um etwa 30 Prozent zurückgegangen. In Kanada gelten die gleichen Bestimmungen wie in den USA. Dort ist auch die Zahl der angeborenen Herzfehler gesunken.
Die Anreicherung von Nahrungsmitteln mit Folsäure hat den klaren Vorteil, dass alle Frauen zumindest in einem gewissen Maß mit Folsäure versorgt werden. In allen Ländern mit verpflichtender Folsäureanreicherung von Lebensmitteln kam es seit der Einführung zu einem Rückgang von Neuralrohrdefekten zwischen 27 und 55 Prozent, in Teilen Kanadas sogar noch deutlich darüber.
In Deutschland dagegen geht die Häufigkeit von Neuralrohrdefekten trotz der seit Jahren bekannter Erkenntnisse nicht zurück, bedauert die Stiftung. Sie liegt mit jährlich bis zu 1.000 Fällen nach wie vor hoch. Dabei ließe sich wenigstens die Hälfte dieser Fehlbildungen durch eine gute Folatversorgung einfach und wirksam vermeiden, sagt Prof. Koletzko. „Dies wäre am einfachsten zu erreichen, wenn wir bestimmte Grundnahrungsmittel mit Folsäure anreichern würden, so wie es in fast 100 anderen Ländern der Welt bereits geschieht“.
Das Babyvitamin macht auch Männer gesünder
Übrigens profitieren auch Männer vom Vitamin Folsäure, unterstreicht die Stiftung Kindergesundheit. Die Zugabe von Folsäure zu Brot und Pasta in den USA und Kanada hat dort die Darmkrebsrate um 20 Prozent gesenkt. Eine weitere wichtige Funktion der Folsäure ist ihre schützende Wirkung vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie ist für den Abbau des gefäßschädigenden Homocysteins im Blut mitverantwortlich und trägt zu einer leichten Blutdrucksenkung bei.
Somit kommt dem Vitamin eine Schlüsselrolle auch im Kampf gegen Herzinfarkt und Schlaganfall zu. Folsäure und B-Vitamin-Präparate mit Folsäure konnten das Schlaganfallrisiko in einer Studie aus China um bis zu 20 Prozent senken. Studien haben außerdem ergeben, dass sich durch die kombinierte Einnahme von Folsäure und Zink die Anzahl an Spermien um über 70 Prozent steigern lässt. 
Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Kindergesundheit

Pfefferminze



Die Pfefferminze ist eine völlig unterschätzte Heilpflanze! So können ihre Wirkstoffe dir und deiner Haut Gutes tun!
Pfefferminze

Die Pfefferminze  ist eine robuste, ausdauernde Pflanze mit einer Wuchshöhe von 30 bis 90 Zentimetern, selten wird sie jedoch höher als 60 Zentimeter. Sie bevorzugt sonnige Standorte, an denen sie sich oft stark ausbreitet.
An ihren typischen Blüten und Blättern ist sie leicht zu erkennen:
  • Die Stiele sind behaart und bräunlich bis leicht rötlich.
  • Die wenig verzweigten Stiele sind vierkantig.
  • Die länglich-eiförmigen Blätter sind grob gezähnt und mit einer violetten Nervatur versehen.
  • Sie sind gegenständig angeordnet.
  • Die rosa- bis lilafarbenen Blüten stehen in endständigen Ähren.
  • Die Blütezeit ist von Juni bis September.
  • Blätter und Blüten verbreiten einen starken Menthol-Geruch

Heilende Anwendungen

Die Pfefferminze ist nicht nur eine beliebte Gewürzpflanze, sondern kann auch vielseitig für die Gesundheit eingesetzt werden. Nicht umsonst wurde sie 2004 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt.
In der Naturheilkunde werden überwiegend die Blätter verwendet, da diese besonders reich an wertvollen ätherischen Ölen sind. Sie können unter anderem bei Schmerzen, Entzündungen und Verdauungsproblemen eingesetzt werden.
Geerntet werden die Blätter vor der Blüte. Anschließend können sie an einem schattigen Ort getrocknet werden.
Alle Minzarten können ähnlich genutzt werden, allerdings ist die Heilwirkung der Pfefferminze durch den hohen Gehalt an Menthol besonders stark. Ihr Hauptanwendungsgebiet ist die Linderung von Magen-Darm-Beschwerden.
Die bevorzugte Darreichungsform ist der erfrischende Pfefferminztee, darüber hinaus kann das Kraut aber auch kulinarisch und für Heilanwendungen äußerlich verwendet werden.

Folsäure: Mit ein bisschen Salat ist es nicht getan

Frauen, die schwanger werden wollen, sollten sich folatreich ernähren und zusätzlich ein Folsäurepräparat einnehmen. Das empfiehlt die S...